2016: Mausefallenfahrzeug

Mechanische Energiespeicher gehören zu den ältesten Arten der Energiespeicherung. Energie wurde schon sehr früh in der Töpferscheibe gespeichert. In den Notzeiten des 19. Jahrhunderts besserte der ärmste Teil der Bevölkerung, das tiefe Einkommen aus der Landwirtschaft, mit dem Bau von Mausefallen auf. Heute werden Schwungradspeicher teilweise in Autos eingesetzt: Die Bremsenergie eines Autos lässt sich speichern und kann beim Anfahren wieder benutzt werden. In Pumpspeicherkraftwerken wird Wasser in einen Stausee hineingepumpt.

Eine Mausefalle ist eine einfache Maschine, die als sogenannter Kraftwandler funktioniert. Dabei wird die Spannenergie der Feder auf den Schnappbügel übertragen. Dieser Bügel wirkt als einseitiger Hebel mit Kraft- und Lastarm um den Drehpunkt. Potentielle Energie (in diesem Fall Spannungsenergie) ist in der Feder der Mausefalle gespeichert, wenn diese gespannt und bereit zum Auslösen ist.

Ein Mausefallenfahrzeug ist ein Wagen, der mit der Energie, die in einer gespannten Mausefalle gespeichert ist, angetrieben wird. Potentielle Energie wird in kinetische Energie umgewandelt, wenn das Fahrzeug losfährt. Bei einem Mausefallenfahrzeug steht immer die gleiche Menge Energie zur Verfügung, unabhängig von der Geschwindigkeit – nur das Verhältnis von deren Nutzung verändert sich bei verschiedenartigen Konstruktionen.

Im Tüftelwettbewerb soll ein Fahrzeug entwickelt werden, das möglichst schnell eine Strecke von acht Metern zurücklegt. Einzige Energiequelle ist eine Mausefalle.

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Archiv: Resultate und Bilder vom ersten Finale 2016